Presseinformation


Landesleistungswettbewerb des Gebäudereiniger-Handwerks in Niedersachsen mit Glanzleistungen


Hannover. – Jedes Jahr kommen Hunderttausende von Besuchern zu Weltmessen nach Hannover – auf das Gelände der Deutschen Messe AG. Am 7. Oktober 2005 aber konzentrierte sich alles auf vier junge Männer. In Halle 20 wurde der Landesleistungswettbewerb des Gebäudereiniger-Handwerks in Niedersachsen ausgetragen und nur die besten Gebäudereiniger-Gesellen des Jahrgangs 2005 waren dazu eingeladen. Hans-Rainer Bialas ist seit mehr als 35 Jahren im Gesellen-Prüfungsausschuss, seit 1999 ist er dessen Vorsitzender. Von seinen guten Kontakten zur Deutschen Messe AG profitiert der Landesinnungsverband. „Der attraktive Austragungsort eignet sich hervorragend für diesen Wettbewerb, denn für alle Prüfungsaufgaben bietet die Messehalle die richtigen Voraussetzungen.“ Da waren sich auch die beiden Gebäudereinigermeister Henning Pawlik und Rainer Knop einig, die in diesem Jahr der Prüfungskommission angehörten.

In drei Disziplinen mussten Dennis Petersen (21), Kammerbezirk Lüneburg/Stade, Timm Mecklenburg (21), Kammerbezirk Oldenburg, Christian Hinsenhofen (21), Kammerbezirk Hannover, sowie Marc Trossen (20), Kammerbezirk Braunschweig, ihr Können und Wissen unter Beweis stellen. Für den theoretischen Prüfungsteil in den Kategorien Sanitär-, Glas- und Rahmen- sowie Teppichreinigung hatten die Teilnehmer jeweils 20 Minuten Zeit. Anschließend mussten sie in einer Stunde ihre praktischen Kenntnisse unter Beweis stellen.

„Wir bewerten die Planung, die Beschreibung der Ausführung und die praktische Durchführung“, erläuterte Hans-Rainer Bialas. Es wurde fleißig vermessen und berechnet, Skizzen von den zu reinigenden Objekten und deren Inventar wurden vor der Reinigungsaktion angefertigt. „Ohne mathematisches Wissen geht hier gar nichts.“ Umfangreiche chemische Kenntnisse sind wichtig. „Die Dosierung der richtigen Reinigungsmittel muss ebenso stimmen wie das eingesetzte Handwerkszeug und die Anwendung – und das alles in der vorgegebenen Zeit.“ – Und unter den strengen Augen der Prüfer.

Die Sonne strahlte durch die moderne Deckenglaskonstruktion der Halle 20 und die Prüflinge kamen mächtig ins Schwitzen. Unter Einsatz ihres mitgebrachten Handwerkszeug rückten sie den hartnäckigen Verschmutzungen im Sanitär- und Glas-Rahmenbereich zu Leibe. Marc Trossen (20) aus Klein Ilsede bei Peine hatte die erste Teilprüfung gut absolviert. Sein ehemaliger Ausbildungsbetrieb, die Peiner Glas- Gebäudereinigung und Dienstleistungen GmbH & Co. KG, ist auf Glas- und Rahmenreinigung spezialisiert. Gebäudereinigermeister Herbert Zimny bildet dort aus. Vor der Sanitärreinigung hatte Marc Trossen offensichtlich etwas Lampenfieber. „Das gehörte nicht zu meinen täglichen Aufgaben“, erzählte der junge Mann, der direkt nach seiner sehr erfolgreich abgeschlossenen Gesellenausbildung im letzten Januar die Meisterschule in Metzingen besucht. Doch auch diese Arbeitsprobe hielt den kritischen Prüferblicken stand. Marc Trossen bestand alle Prüfungsteile mit der Note „1“. Auch die hervorragenden Leistungen von Christian Hinsenhofen (21) aus Barnstorf/Kreis Diepholz, der zwei Wochen zuvor als einer der besten Nachwuchshandwerker des Handwerkskammerbezirks Hannover ausgezeichnet wurde, beeindruckten die Prüfer.

„Das Ergebnis war insgesamt in diesem Jahr sehr gut“, betonten in der anschließenden Feierstunde der stellvertretende Landesinnungsmeister Michael Schuchmann und Hans-Rainer Bialas. Sie lobten die jungen Talente. Sieger sind sie alle. Drei Wettbewerbsteilnehmer bekamen eine Armbanduhr und ein Fachbuch als Anerkennung für ihre besonderen Leistungen bei diesem Landeswettbewerb. Der Landessieger Marc Trossen erhielt neben der Siegerurkunde einen Scheck über 500 Euro. Dieses Preisgeld wurde auf Beschluss des Innungsvorstandes für den diesjährigen Landessieger erstmalig vergeben. Marc Trossen freute es: „Das Geld kann ich gut für meinen Meisterkurs gebrauchen.“

Bereits sein Großvater und sein Vater hatten in Peine ein großes Reinigungsunternehmen. „Ich bin quasi in diesen Beruf hineingewachsen und er macht mir sehr viel Spaß.“ Der junge Mann hat noch viel vor in dieser Branche. Nach der Meisterschule im Juni 2006 möchte er in einem Unternehmen als Meister arbeiten, als Ausbilder modernes Fachwissen weitergeben oder vielleicht später einmal als Fachlehrer tätig sein.

Doch zunächst wird er am Bundesleistungswettbewerb in Hamburg teilnehmen, für den er sich auf diesem Landeswettbewerb mit Bravour qualifiziert hatte. Auch dafür wünschten ihm die Prüfungskommission, Michael Schuchmann, RA Burkhard Räcker (Geschäftsführer des Landesinnungsverbandes Niedersachsen) sowie die übrigen Teilnehmer am Landesleistungswettbewerb in Hannover viel Glück.

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[Text & Fotos: Ira Thorsting]





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